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Autorecycling: Was passiert mit dem Auto bei der Autoverwertung? 

Wird ein Auto bei einem Unfall stark beschädigt, oder ist es am Ende seiner wirtschaftlichen Lebensdauer angelangt, so muss es entsorgt werden. Während es in früher üblich war, alte Autos einfach auf dem Schrottplatz abzustellen, findet heute ein komplexer Recyclingprozess statt. Im Zuge der modernen Autoverwertung werden wertvolle Ersatzteile ausgebaut und umweltschädliche Stoffe sicher entsorgt.

Das passiert mit einem Fahrzeug bei der Autoverwertung

Wird ein schrottreifes Auto beim Autoverwerter angeliefert, durchläuft es im Zuge der Verwertung verschiedene Schritte. Je nach Fahrzeug, Fahrzeugart und Verwertungsbetrieb können sich die Abläufe dabei geringfügig unterscheiden. In der Regel läuft die Verwertung von Altautos jedoch folgendermaßen ab:

  • Batterien und Gastank entnehmen: Im ersten Schritt werden dem zu entsorgenden Auto die Batterien entnommen, um sie einer umweltgerechten Entsorgung zuzuführen. Bei Fahrzeugen mit Gastank wird dieser anhand der geltenden Sicherheitsbestimmungen entleert oder entnommen. Auch pyrotechnische Bauteile wie Airbags werden durch das geschulte Personal entfernt oder unschädlich gemacht.
  • Flüssigkeiten ablassen: Autos enthalten verschiedene Flüssigkeiten, die teilweise umweltgefährlich oder entzündbar sind. Die verschiedenen Flüssigstoffe müssen vor der weiteren Verwertung des Fahrzeugs abgelassen oder abgesaugt werden. Hierzu gehören beispielsweise Kraftstoffe wie Diesel oder Benzin, aber auch das Kühlwasser, Kältemittel aus Klimaanlagen oder noch verbliebenes Scheibenwasser. Alle Flüssigkeiten müssen sorgsam aufgefangen werden, um sie anschließend getrennt entsorgen zu können.
  • Ersatzteile ausbauen: Als dritter Schritt steht bei der Altautoverwertung der Ausbau von Ersatzteilen an. Jedes Fahrzeug besteht aus tausenden von Einzelteilen, von denen viele problemlos weiterverwendet werden können. Auch enthalten einige Bauteile wie etwa der Katalysator wertvolle Rohstoffe wie Edelmetalle, die im Zuge des weiteren Recyclings zurückgewonnen werden können. Viele Verwerter kennzeichnen die Autoteile sofort nach dem Ausbau und beurteilen den Zustand der ausgebauten Teile.
  • Pressen des Autos: Sind alle Flüssigkeiten abgelassen und alle verwertbaren Teile aus dem Auto ausgebaut, so wird das Fahrzeug gepresst. Die meisten Verwerter verfügen hierzu über eine eigene Schrottpresse, die die Karosse des Fahrzeugs mit hohem Druck zusammenpresst. Das Ergebnis ist ein quaderförmiger Block, der sich unkompliziert transportieren lässt. Da die meisten Autoverwertungen nicht über einen eigenen Schredder verfügen, wird ein weiterer Transportschritt notwendig.
  • Schreddern des Fahrzeugs: Im fünften Schritt wird der verbliebene Rest des Altautos geschreddert. Da die hierzu benötigte Schredderanlage teuer und aufwendig konstruiert ist, wird dieser Schritt zumeist nicht auf dem Autoschrottplatz selbst durchgeführt. Stattdessen gibt es spezielle Betriebe, die das Schreddern in Großanlagen anbieten. Bei dem als Fraktionierung bezeichneten Verfahren werden die verbliebenen Bestandteile des Fahrzeugs in kleine Teile zerschlagen. Dieses Schreddergut wird anschließend von vollautomatischen Anlagen sortiert. Hierbei werden Metallbestandteile wie der Stahl der Karosserie von Magneten ausgesondert. Auch andere Metalle wie Aluminium können die modernen Anlagen aussortieren, ebenso wie Kunststoffe, Elektronikbauteile oder Gummi.
  • Ersatzteile zum Kauf bereitstellen: Im sechsten und letzten Schritt geht es noch einmal um den Autoverwerter. Hier haben die Mitarbeiter die ausgebauten Ersatzteile mittlerweile geprüft, sortiert und häufig auch fotografiert. Die Teile können direkt danach zum Kauf angeboten werden, um schlussendlich in einem anderen Auto eingebaut zu werden. So beginnt für die Autoteile ein zweites Leben. Für Kunden ergibt sich die Möglichkeit, originale Autoteile besonders günstig zu kaufen.

 

Der Unterschied zwischen Autorecycling und Verschrottung

Die Begriffe Autorecycling und Autoverschrottung werden mitunter synonym verwendet, was jedoch nicht ganz richtig ist. Vor allem in früheren Zeiten landeten alte Autos häufig auf einem Schrottplatz, ohne dass eine umweltgerechte Entsorgung oder die Gewinnung von Rohstoffen stattfanden. Auf dem Autoschrottplatz konnten sich jedoch Autofahrer und Schrauber günstig selbst Ersatzteile ausbauen.

Was vom Altauto übrig blieb, wurde anschließend auf irgendeine Weise verschrottet. Das moderne Autorecycling hat andere Ansätze. Hier gilt es, möglichst viele intakte Teile und Rohstoffe aus dem Auto auszubauen, und diese einem weiteren Lebenszyklus zuzuführen. Die Verschrottung im eigentlichen Sinne erfolgt erst im Anschluss an diese Schritte. Selbst dann werden Materialien und Rohstoffe nochmals sortenrein getrennt.

 

Vorteile der modernen Autoverwertung

    • Umweltschutz: Im Zuge der umweltgerechten Autoverschrottung werden alle gefährlichen Flüssigkeiten gesammelt und vorschriftsmäßig entsorgt. Auch die übrigen Bauteile werden nach Material und Sorten unterteilt und jeweils umweltgerecht recycelt.
    • Ersatzteile: Auch durch den Ausbau noch intakter Ersatzteile entlasten Autoverwerter die Umwelt. Diese Teile können problemlos in andere Autos eingebaut werden. Autofahrer haben so die Möglichkeit, originale Autoteile – z.B. einen Motor – zu einem günstigen Preis zu erwerben.
    • Verwertungsnachweis: Zertifizierte Autoverwerter stellen auf Wunsch einen Nachweis über die umweltgerechte Entsorgung des Autos aus. In Deutschland wird ein solcher Verwertungsnachweis benötigt, um das Fahrzeug bei der Zulassungsstelle final stilllegen lassen zu können.
    • Abholung: Viele Anbieter im Bereich der Autoverwertung ermöglichen eine kostenlose Abholung des Altautos. Vor allem bei nicht mehr fahrtüchtigen Fahrzeugen nach einem Unfall oder einem Motorschaden ist das ein großer Vorteil.

 

 

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